Embedded Linux Entwicklung extern vergeben
Wir entwickeln zuverlässige Embedded-Linux-Systeme für Ihre Hardware – vom Bootloader bis zur Applikation. Sie bringen das Board oder die Produktidee mit, wir bringen die Linux-Tiefe: Board-Bring-up, Kernel und Treiber, ein reproduzierbares BSP und einen sicheren Update-Pfad. Der Fokus liegt auf Stabilität, kurzer Boot-Zeit und langfristiger Wartbarkeit – damit Ihr Gerät nicht nur im Labor läuft, sondern über Jahre zuverlässig im Feld bleibt und sicher aktualisierbar ist.
Was umfasst externe Embedded-Linux-Entwicklung?
Wir übernehmen den kompletten Linux-Stack Ihres Geräts – oder genau den Teil, an dem es gerade klemmt.
Von der ersten Inbetriebnahme neuer Hardware bis zur wartbaren Distribution decken wir die gesamte Kette ab:
- Board-Bring-up & Device Trees – vom ersten Power-On zum stabilen, reproduzierbaren Image: U-Boot bzw. Bootloader konfigurieren, den Device Tree (DTS/DTB) anpassen und die Peripherie Ihres Boards zuverlässig zum Laufen bringen.
- Kernel & Treiber – Kernel-Konfiguration, Anpassung und Portierung von Treibern sowie die Anbindung von SPI, I2C, CAN, GPIO und weiterer hardwarenaher Schnittstellen.
- Boot-Zeit-Optimierung – schneller, planbarer Cold-Boot durch gezieltes Tuning von Bootloader, Init-System (systemd oder BusyBox) und Device Tree.
- Root-Filesystem & Distribution – ein schlankes, wartbares Image mit dem Yocto Project oder Buildroot, sauber getrennt in eigene Layer und BitBake-Rezepte.
Ob Sie einen punktuellen Bring-up-Auftrag für ein neues Board brauchen oder die durchgängige Verantwortung für Ihre Linux-Plattform übergeben möchten – wir steigen dort ein, wo Ihr Team Entlastung braucht, und arbeiten mit Ihren bestehenden Toolchains, SDKs und Cross-Compilation-Setups. So bekommen Sie die volle Embedded-Linux-Tiefe, ohne eine eigene Spezialistenstelle dauerhaft besetzen zu müssen.
Warum ist Embedded Linux in Produktion schwieriger als es aussieht?
Ein Board zum Booten zu bringen ist der Anfang – der eigentliche Aufwand steckt in Reproduzierbarkeit, Sicherheit und Wartbarkeit über Jahre.
Ein Image, das nur auf dem Rechner einer einzelnen Person baut, ist kein Produkt. Wir setzen auf reproduzierbare CI-Builds, damit jeder Softwarestand nachvollziehbar und identisch erneut erzeugbar bleibt – auch dann noch, wenn das Gerät längst ausgeliefert ist. Über die Produktlebensdauer bedeutet das Kernel-LTS-Pflege und CVE-Patching, kontrollierte Updates von Toolchain und Abhängigkeiten sowie eine saubere Layer-Trennung statt eines zusammengewachsenen Vendor-BSP, das nach kurzer Zeit niemand mehr anfassen möchte. Genau hier trennt sich ein belastbares System von einem, das nach dem ersten erfolgreichen Boot als „fertig” gilt – und zwei Jahre später zur Sicherheitslücke und zum Wartungsalbtraum wird. Diese langfristige Perspektive ist der Grund, warum sich ein erfahrener Partner statt der günstigsten Einzellösung auszahlt.
Wie sichern Sie Updates, Security und Langzeit-Wartbarkeit?
Wir bauen von Anfang an einen robusten Update- und Security-Pfad ein, damit Ihr Gerät auch nach Jahren im Feld sicher aktualisierbar bleibt.
Für OTA-Updates setzen wir auf eine ausfallsichere A/B-Partitionierung: Schlägt ein Update fehl, bootet das Gerät automatisch in die zuvor funktionierende Version zurück. Als Framework kommen je nach Anforderung etablierte Lösungen wie RAUC, SWUpdate oder Mender in Frage. Dazu gehören Secure Boot mit signierten Images und einer durchgängigen Chain of Trust, ein read-only Root-Filesystem für mehr Ausfallsicherheit sowie ein dokumentierter Wartungs- und Patch-Prozess, der Sicherheitsupdates planbar macht. So bleibt Ihr Produkt nicht nur zum Launch, sondern über den gesamten Lebenszyklus wartbar – und gewappnet für steigende regulatorische Security-Anforderungen, wie sie etwa der Cyber Resilience Act mit sich bringt.
Für welche Plattformen, Boards und Frameworks?
Wir arbeiten weitgehend hardwareunabhängig auf gängigen ARM-SoCs und System-on-Modules.
Linux und Yocto unterstützen die gängigen ARM- und x86-SoCs und System-on-Modules am Markt – etwa Plattformen von NXP i.MX, TI, ST, Toradex, PHYTEC oder Raspberry Pi. Für Ihr konkretes Board klären wir Machbarkeit und Aufwand vorab. Ob eigenes Platinen-Design oder fertiges SoM: Sie müssen sich nicht auf eine bestimmte Architektur festgelegt haben, bevor Sie mit uns sprechen. Als Build-Systeme nutzen wir das Yocto Project oder Buildroot, je nachdem, was zu Komplexität und Wartungshorizont Ihres Produkts passt. Braucht Ihre Anwendung harte Echtzeit, ist ein PREEMPT_RT-Kernel eine Option. Und soll Ihr Gerät eine grafische Bedienoberfläche bekommen, schlagen wir die Brücke zur Qt- und QML-Entwicklung: Qt läuft auf Embedded Linux direkt über EGLFS oder unter einem Wayland-/Weston-Compositor, inklusive Qt5→Qt6-Migration. HMI und die darunterliegende Linux-Plattform kommen so aus einer Hand.
Wie läuft die Zusammenarbeit ab?
Flexibel – von einem punktuellen Bring-up-Auftrag bis zur langfristigen Betreuung Ihrer Linux-Plattform.
Je nach Bedarf arbeiten wir als festes Projektteam, verstärken über Team-Verstärkung Ihre eigene Mannschaft oder unterstützen punktuell mit technischer Beratung, Architektur- und Code-Reviews. Wir arbeiten remote-first und bei Bedarf vor Ort – von Lörrach aus auch im Dreiländereck DE-CH-FR. Wissenstransfer ins Team gehört für uns selbstverständlich dazu: Sie sollen Ihre Plattform am Ende eigenständig weiterentwickeln können und nicht dauerhaft von uns abhängig sein. Konkrete Referenzprojekte finden Sie in unserem Portfolio.
Häufige Fragen
- Was ist ein Board Support Package (BSP)?
- Ein BSP ist die Software-Schicht, die Linux auf Ihrer konkreten Hardware lauffähig macht – Bootloader, Kernel, Device Trees und Treiber, abgestimmt auf SoC und Board. Es ist die Grundlage für ein reproduzierbares, wartbares Image.
- Yocto oder Buildroot – was passt zu meinem Projekt?
- Buildroot ist schlank und schnell aufgesetzt und passt für einfache, stabile Images; das Yocto Project spielt seine Stärken bei komplexen Produkten mit Langzeitwartung, eigenen Layern und definierter Update-Strategie aus. Wir wählen das Werkzeug anhand Produktlebensdauer, Team-Situation und Anforderungen aus.
- Übernehmen Sie auch ein bestehendes oder vom Vendor geerbtes Linux-Projekt?
- Ja. Wir übernehmen bestehende BSPs und Vendor-Images, räumen Layer-Wildwuchs auf, aktualisieren Kernel und Toolchain und bringen das Projekt auf einen wartbaren, reproduzierbaren Stand.
- Arbeiten Sie remote oder vor Ort?
- Wir arbeiten remote-first und bei Bedarf vor Ort im DACH-Raum – von Lörrach aus auch im Dreiländereck DE-CH-FR. Die Zusammenarbeit ist auf Deutsch und Englisch möglich.
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