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Yocto Linux Beratung für maßgeschneiderte Embedded-Distributionen

Yocto Linux Beratung von Embedded-Spezialisten: Wir entwickeln maßgeschneiderte Linux-Distributionen mit dem Yocto Project – vom Board-Bring-up über eigene Layer und Rezepte bis zum sicheren, wartbaren Update-Pfad. Statt eines generischen Vendor-Images erhalten Sie ein reproduzierbares, auditierbares System, das genau auf Ihre Hardware zugeschnitten ist und über Jahre im Feld gepflegt werden kann. Unser Fokus liegt auf langlebigen, hardwarenahen Produkten – zuverlässig auf dem realen Gerät, nicht nur im Build-Container.

Was umfasst eine Yocto-BSP-Entwicklung?

Der Kern einer Yocto-BSP ist das Build-System, das aus Ihrer Hardware eine reproduzierbare, wartbare Distribution macht – genau dieses Build-System entwickeln und pflegen wir durchgängig.

Auf Basis von BitBake und OpenEmbedded definieren wir Ihre Distribution als versionierten, nachvollziehbaren Bauplan:

  • Eigener Meta-Layer mit sauber strukturierten Rezepten (.bb, .bbappend)
  • Image- und Distro-Definition – nur die Pakete, die Ihr Produkt wirklich braucht
  • kas-basierte Layer-Konfiguration für deklarative, versionierte Builds
  • Reproduzierbare CI-Builds, die bei jedem Commit ein identisches Image erzeugen
  • SBOM (SPDX) und Lizenz-Compliance direkt aus dem Build heraus
  • LTS-Pflege und kontrollierte Versionssprünge (etwa auf Scarthgap), inklusive Upstreaming

Das hardwarenahe Fundament – Board-Bring-up, Device Trees, Kernel und Treiber – gehört zu unserem Embedded-Linux-System; in der BSP integrieren wir diese Bausteine in Ihre Distribution, statt sie an der Schnittstelle zusammenzustückeln.

Warum eine eigene Yocto-Distribution statt eines fertigen Vendor-Images?

Ein maßgeschneidertes Image gibt Ihnen die volle Kontrolle darüber, was auf dem Gerät läuft – und damit über Sicherheit, Größe und Wartbarkeit über die gesamte Produktlebensdauer.

Fertige Vendor-Images sind für den schnellen Einstieg gedacht, nicht für ein langlebiges Produkt. Sie bringen oft Pakete mit, die Sie nie nutzen, vergrößern die Angriffsfläche und binden Sie an den Release-Zyklus des Herstellers. Eine eigene Yocto-Distribution dreht das um:

  • Kleinere Angriffsfläche und schlankeres Image, weil nur enthalten ist, was Sie definiert haben
  • Reproduzierbarkeit und Auditierbarkeit – jeder Build ist nachvollziehbar
  • Kein Vendor-Lock-in und langfristige Wartbarkeit statt Abhängigkeit
  • Lizenz-Compliance und Transparenz über eine automatisch erzeugte Stückliste (SBOM)

So bleibt Ihr Produkt auch in fünf oder zehn Jahren pflegbar – ohne dass Sie bei jedem Update den ganzen Software-Stack neu aufrollen müssen.

Wie bleiben Geräte im Feld sicher und aktualisierbar?

Ein aktualisierbares Gerät beginnt beim Image-Design – die Distribution muss von Anfang an ein OTA-taugliches Layout mitbringen.

Wir gestalten das Image so, dass ein sicherer Update-Pfad möglich ist: Eine SBOM (SPDX) und laufendes CVE-Tracking halten bekannte Schwachstellen im Blick, und die Image- und Partitionsstruktur ist von vornherein auf ein OTA-Framework vorbereitet. Die vollständige Tiefe des sicheren Update-Pfads – OTA-Frameworks wie RAUC, SWUpdate oder Mender, A/B-Partitionen, Secure Boot und ein read-only Root-Filesystem – gehört zur hardwarenahen Plattform und ist auf unserer Seite zur Embedded-Linux-Entwicklung ausführlich beschrieben.

Wie stellen Sie reproduzierbare Builds und langfristige Pflege sicher?

Reproduzierbare Builds entstehen durch fest gepinnte Layer und eine automatisierte Pipeline – nicht durch das Build-Verzeichnis eines einzelnen Entwicklers.

Wir setzen Yocto-Builds mit kas auf, um Layer-Konfiguration und Versionen deklarativ und versioniert festzuhalten. Eine CI/CD-Build-Pipeline erzeugt daraus bei jedem Commit ein identisches, nachvollziehbares Image. Die Konfiguration ist dokumentiert, sodass ein Build nicht an einer einzelnen Person hängt.

Für die langfristige Pflege übernehmen wir kontrollierte Versionssprünge und LTS-Upgrades – etwa auf ein Long-Term-Support-Release wie Scarthgap –, sodass Ihr Produkt über Jahre Sicherheitsupdates erhält. Wo es sinnvoll ist, fließen Anpassungen per Upstreaming zurück in die jeweiligen Layer, damit Ihre BSP mit künftigen Releases mitwächst statt auseinanderzulaufen. Das ist die Grundlage für durable, langlebige Systeme statt Wegwerf-Prototypen.

Für welche Hardware und Plattformen eignet sich das?

Das Yocto Project ist hardware-unabhängig und deckt gängige ARM- und x86-SoCs und -SoMs ab.

Typische Zielplattformen sind SoM- und SoC-Familien wie NXP i.MX oder Raspberry Pi (inklusive Compute Module) sowie weitere ARM- und x86-basierte Boards – Yocto unterstützt sie über die jeweiligen BSP-Layer, die wir bei Bedarf um eigene Rezepte und Board-spezifische Anpassungen ergänzen. Für Geräte mit Bedienoberfläche bringen wir Qt über EGLFS auf die Plattform und migrieren bestehende HMIs von Qt 5 auf Qt 6; mehr dazu auf unserer Seite zur Qt- & QML-Entwicklung. Konkrete Referenzprojekte finden Sie in unserem Portfolio.

Wie arbeiten wir mit Ihrem Team zusammen?

Wir arbeiten als Sparringspartner auf Augenhöhe – vom Verstehen Ihrer Anforderungen über Design und Umsetzung bis zur Übergabe.

Am Anfang steht ein klares Bild von Hardware, Anforderungen und Produktlebensdauer. Daraus leiten wir die BSP-, Update- und Build-Architektur ab und setzen sie um. Ob als klar umrissenes Projekt oder als Verstärkung Ihres bestehenden Teams – wir passen das Einsatzmodell an Ihre Situation an. Wichtig ist uns der Wissenstransfer: Wir dokumentieren die BSP so, dass Ihr Team sie eigenständig weiterpflegen kann. Wir sitzen in Lörrach im Dreiländereck, bringen langjährige Erfahrung in hardwarenaher Software mit und arbeiten remote-first auf Deutsch und Englisch.

Häufige Fragen

Yocto oder Buildroot – was passt besser?
Buildroot ist schlank und schnell aufgesetzt und eignet sich gut für einfache, stabile Images. Yocto spielt seine Stärken bei komplexeren Produkten aus: eigene Layer, Paketmanagement, langfristige Pflege und ein sauberer OTA- und Compliance-Pfad. Wir bewerten die Wahl anhand Ihrer Anforderungen an Wartbarkeit und Produktlebensdauer.
Können Sie eine bestehende BSP übernehmen und pflegen?
Ja. Wir übernehmen bestehende Yocto-Layer, führen ein Review beziehungsweise Audit durch, dokumentieren den Stand und pflegen die BSP weiter – inklusive kontrollierter Versionssprünge und LTS-Upgrades.
Unterstützen Sie die Migration von Qt 5 auf Qt 6 auf dem Gerät?
Ja. Wir bringen Qt über EGLFS auf Embedded Linux zum Laufen und migrieren bestehende HMIs von Qt 5 auf Qt 6 – abgestimmt auf die darunterliegende Yocto-BSP.
Welche Yocto-Version sollten wir einsetzen?
Für langlebige Produkte empfiehlt sich in der Regel ein LTS-Release wie Scarthgap, das über mehrere Jahre Sicherheitsupdates erhält. Die passende Version wählen wir gemeinsam mit Ihnen anhand von Hardware-Support, Lebensdauer und vorhandenen Vendor-Layern.

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